Jan 31, 2019
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Eine Schule ohne Noten und Sitzenbleiben

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Eine Schule ohne Noten und Sitzenbleiben

Seit 100 Jahren gibt es Waldorfschulen. Was dort anders ist, das erzählt dir hier Vincent

Rudolf Steiner

Der Unterricht in der Klasse 7a fängt mit einem Gedicht an: „Offen liegt das Meer, ins Blaue“– es geht ums Seefahren, auswendig tragen die Kinder es gemeinsam vor. Danach sollen sie sich an die letzte Stunde erinnern: Was haben sie gelernt? „Meldet euch einfach“, sagt die Lehrerin. Eine Abfrage gibt es nicht und auch keine Noten. Bis zur neunten Klasse bekommt kein Schüler eine Note an dieser besonderen Schule. Sie heißt Waldorfschule. Solche Schulen gibt es auf der ganzen Welt.

Aber geht das? Strengen sich die Kinder ohne Noten an? „Ich will mein Bestes geben“, sagt Vincent aus der 7a. „Und wir zeigen den anderen, was wir können und machen.“Vincent spielt Gitarre. Bald wird der 13-Jährige bei einem Konzert vor allen Schülern auftreten. „Bei uns lernt man viel durch selber machen“, sagt Vincent. Zum Beispiel: einen Korb flechten, gärtnern und tanzen. Schüler bauen Betten und sogar Segelboote. „Wir machen Dinge, … dass es Waldorfschulen schon richtig lange gibt? 100 Jahre. Dass es sie gibt, liegt an Emil Molt. Der Mann besaß eine Fabrik für Zigaretten – die WaldorfAstoria-Zigarettenfabrik. Von ihr haben die Waldorfschulen ihren Namen. Emil Molt wollte, dass die Kinder der Fabrikarbeiter lernen und sich bilden. Also kaufte er ein Gebäude und machte einen Mann namens Rudolf die man an anderen Schulen nie lernen würde“, findet Vincent. Es gibt zum Beispiel auch eine eigene Zirkusgruppe an seiner Schule.

Dinge wie Musik oder Malen sind an der Waldorfschule wichtig. So sehen auch die Schulbücher Steiner zum Leiter der Schule. Rudolf Steiner machte sich zum Beispiel viele Gedanken darüber, wie Kinder lernen und sich weiterentwickeln. So dachte er sich die Inhalte aus, die die Waldorfschule anders als andere Schulen machen. Später wurden weitere Waldorfschulen gegründet. Heute gibt es viele in Deutschland und auch in anderen Ländern der Welt. (dpa) aus: bunt, mit vielen Zeichnungen. Eigentlich sind das gar keine Schulbücher – die Kinder und Jugendlichen machen sie nämlich selbst. Die Schüler schreiben und malen hinein, was sie im Unterricht lernen. So entsteht ihr ganz eigenes Schulbuch.

Die Schüler bleiben von der ersten Klasse bis zum Ende zusammen. Sitzen bleibt an der Waldorfschule niemand. „Meine Freunde aus der ersten Klasse begleiten mich jetzt schon fast mein ganzes Leben“, erzählt Leonie aus der elften Klasse. Und die ersten acht Jahre unterrichtet meist derselbe Klassenlehrer die Schüler.

Doch nicht jedem gefällt der besondere Unterricht der Waldorfschulen. Ein Vorwurf: Die Kinder haben es zu leicht – sie werden nicht richtig auf das Leben als Erwachsene vorbereitet. „In meinem Basketballverein machen sich die anderen Kinder lustig“, erzählt der 13-jährige Vincent. Sie sagen zum Beispiel, Waldorfschüler seien nicht so schlau.

Fächer wie Mathe, Englisch oder Geschichte haben die Schüler an den Waldorfschulen aber auch. Und am Ende machen die meisten normale Abschlüsse – wie die Schüler zum Beispiel am Gymnasium oder an Realschulen.

Wusstest du …,

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